Bielefeld, Gemischtes, Zitate
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Ausnahmezustand

Die Woche – Impressionen – Gedanken – Gefühle

Das  Zitat im Bild#137 für die liebe Nova diese Woche – heute Bild aus dem Archiv!

Ich fand es passt zu dem, über was ich mich als Nebeneffekt des momentanen Ausnahmezustand, freue. Die Ruhepause, die die Natur momentan erhält. Klare Luft – weniger Autos, mehr Stille.

ZIB
Stadtmitte Bilefeld

Dieses Bild von einem Verkehrsknotenpunkt meiner Stadt schon vom letzten Dienstag. Wenn ich arbeiten muss, ist das momentan ein angenehmes Fahren. Aber bei uns gab es auch Ecken wo sich jüngere Menschen in großen Gruppen getroffen hatten. Positiv fand ich aber auch dass ich gut sehen konnte wie leer die Straßenbahnhaltestellen schon am Dienstag waren.

Einkauf mit Klienten auch etwas schwierig – denn die Brottheken waren tatsächlich auch am Dienstag sehr leer.

Einerseits das Verhalten – es fanden aber auch nette Talks auf Abstand mit Nachbarn und fremden Menschen statt. Viele freuen sich über ein Lächeln, einen Witz oder ein paar liebe Worte!

Anfang der Woche noch zu einem Fotobeitrag mit dem Thema AUSNAHMEZUSTAND

Keiner jetzt mehr lachen mag an diesem neuen Krisentag. Immer mehr ist ausverkauft nichts mehr so wie sonst vertraut. Versucht wird die Distanz zu halten was oft unsinnig schwer ist zu gestalten.

Klopapier ist ausverkauft, doch Wasser und Taschentücher tun es auch. Wir werden alle nicht verhungern ich kann mich rundherum nur wundern. Drum nehmt euch Zeit für Buch und Muße mit Mitgefühl und Herz zum Gruße

Liz

Für alle die bei Facebook sind hier ein Beitrag von mir vom 19.03.2020

Einerseits scheint die Zeit still zu stehen, andererseits war es notwendig sich flexibel jeden Tag auf die neuen Entscheidungen und Veränderungen einzustellen.

Einige Gedanken ….

Ich bin ja gerne alleine -aber jetzt geht es auch mir so das ich es anders empfinde. Ich kann nicht mal eben Freunde besuchen wenn mir danach ist. Ich kann mir gut vorstellen dass die Menschen die nicht gut alleine sein können – jetzt zunehmend mehr Stress bekommen.

Eben bei Novas ZIB den leckeren Kuchen gesehen …. ich könnte ja auch mal wieder backen – nein – dagegen entschieden. Das sind die Unterschiede – mehr überlegen um nicht notwendige Außenkontakte zu reduzieren.

Heute nicht in die vollen Läden – lieber beim nächsten Einkauf Backmischung mitnehmen. Heute zum Bäcker denn der muss auch was verdienen!

Nachtrag – Samstag- Spätnachmittag …. liebe Nachbarin hat mir selbstgebackenen Kuchen rüber gebracht 😉 So lieb!!

Alles irgendwie seltsam, skuril – die Stille ist spürbar.

Meinen Balkon etwas bepflanzt – was ich sehr geniesse …. heute ist mir bewusst geworden, das ich jetzt Ostern nicht zu meiner Familie fahren kann.

Meine Schwestern sind sehr belastet – eine arbeitet in einem Altenheim – die Jüngste in einer Apotheke – Überstunden im Übermass (noch mehr als sonst) In der Apotheke unerträgliches Chaos durch den Ansturm.

Ich werde aber auch weiter arbeiten (auch wenn Alter und Immunsystem (Allergien) mich zur gefährdeteren Gruppe zählt – da Einige meiner Klienten alleine und isoliert sind und auf den Besuch einmal die Woche angewiesen sind. Ich werde vorsichtig sein und jeden Kontakt reflektiert entscheiden. Der Konflikt von letzter Woche hatte sich erledigt. Die psychiatrische Station auf der viele alten Klienten waren wurde Anfang der Woche geschlossen. Termin abgesagt und ich durfte nur noch Schlüssel abholen und Kleidung an der Tür abgeben für meinen Klienten.

Ein weiterer Beitrag zum Ausnahmezustand – jeden Abend ein Licht in Fenstern, auf Balkon oder Terrasse – sich mit Menschen im Inneren verbinden die Beten (Haben die Kirchen zu aufgerufen zwischen 19:45 – 20:00 Uhr) , ebenso in Gedanken meditieren und Energien senden – als Zeichen der Hoffnung, des Lichts, des Trostes.

Rose

Und jetzt eine Rose für Euch von heute morgen! Passt auf Euch auf, bleibt gesund und macht es Euch irgendwie schön

Wir müssen von Zeit zu Zeit eine Rast einlegen und warten, bis uns unsere Seelen wieder eingeholt haben.

– indianische Weisheit

Ich fahre gleich kurz raus und hole mir aus meinem Imbiss was ( frische Salate etc.) Denn wie viele andere, sind bei diesen kleinen Anbietern sehr schnell Existenzängste aufgetreten durch Wegbleiben der Kunden – zu meinem Bäcker geht es dann auch noch.

6 Kommentare

  1. Avatar

    Liebe Liz,
    ja das Leben hat sich verändert. Gut ich lebe auf dem Land und so viel Verkehr gibt es hier sowieso nicht, aber bei der Fahrt in den nächsten Ort zum einkaufen da merken wir es schon. Ich genieße die Stille und freue mich das die Natur sich tatsächlich erholen kann. Aber ich weiß auch von den Sorgen und Ängsten die auch an mir nicht vorbeigehen und doch überwiegen immer wieder die positiven Gedanken.
    Dir ein schönes Wochenende und liebe Grüße und achte auf Dich,
    Kirsi

  2. Avatar

    Deine Worte liebe Liz habe ich förmlich aufgesaugt.
    Eine andere Art zu Leben tut sich uns auf und man muss sich
    arg umstellen, aber wenn es dem Wohlergehen der Menschheit
    dient, so paßt man sich gerne an.
    Der Virus hat die Welt auf den Kopf gestellt und manches Mal kann
    man sich über das Verhalten vieler Menschen nur wundern und mit
    dem Kopf schütteln.
    Sende dir einen lieben Gruß und bitte pass auf dich auf und bleibe
    gesund, Karin Lissi

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    Puh…mit solch leeren Straßen, Stränden und Co kenne ich ja von hier d.h. das was ich in den Medien oder über die zahlreichen Webcams von hier, mitbekomme….aber so leere Regale. Oh weia, das finde ich heftig. Selbst bei uns, die ja nun eine Ausgangssperre haben, wird von den Einheimischen nicht gehamstert. Klar, kann das eine oder andere Produkt nicht mehr im Regal stehen, aber das kennt man manchmal auch generell….wegen Lieferschwierigkeiten vom Festland oder etwas am Zoll festhängt. Grundsätzlich kann ich sagen dass wir wirklich gut versorgt sind, und in unserem kleinen Laden habe ich sogar keine Lücken entdeckt.

    Eine Umstellung ist es dennoch, auch für mich, denn schon allein der Gedanke nicht einfach so mal losgehen zu können oder eine Tour zu machen. Aber, wenn man es zu Hause schön hat dann ist man auch gerne zu Hause, gell. Man macht es sich gemütlich und hofft auf Besserung der Lage.

    Ich danke dir jedenfalls ganz herzlich für dein schönes ZiB, die Rose und deine Worte. Freue mich dass du wieder mit dabei bist.

    Pass auf dich auf und bleib gesund, meine wichtigsten Wünsche für dich.

    Liebe Grüsse

    N☼va

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    Guten Morgen liebe Liz, trotz dem aufgezwungenen Zuhausebleiben – was ich ausdrücklich für sinnvoll erachte – möchte frau glauben ungewöhnlich viel Zeit zu haben…

    …was merkwürdigerweise nicht der Fall ist.

    Ja, die Straße ist unheimlich leer, das Leben scheint Pause zu machen. Ganz wie Du es in diesem ZIB postest, was die aktuelle Situation betrifft. Besonders gefällt mir aber die indianische Weisheit. Der moderne Mensch hat vergessen sich selbst Langeweile zuzugestehen, innezuhalten und Atem zu holen.

    Bleib gesund, liebe Grüße von Heidrun

  5. Avatar

    Liebe Liz,

    heute hast du wunderbare Zitate ausgesucht. Das Innehalten und die Ruhe haben wir in unserer hektischen Zeit fast verlernt. Wir besuchen ja liebend gerne die Wüsten dieser Welt um entsprechende Ruhe zu tanken. Jetzt können wir dies sogar zuhause. Man sucht sich ja immer etwas Positives zum Denken :))

    Ja es passiert, dass nicht jeden Tag ALLES in ausreichenden Mengen vorhanden ist und schon mal gar nicht am Nachmittag. Aber am nächsten Morgen 8 Uhr sind alle Regale wieder voll, sonst eben übermorgen und wie du schon schreibst, niemand wird hier in Deutschland verhungern. Aber es müssen noch Ausnahmeregeln für Obdachlose und Die Tafeln gefunden werden.

    In diesem Sinne hoffen wir auf ein baldiges Ende der Krise und gute Lösungen der Politiker.

    Liebe Sonntagsgrüße und bleib gesund

    Arti

  6. Avatar
    Dies und Das sagt

    In diesen Tagen bekommt auch das Wort „AUSSITZEN“ wieder eine große Bedeutung.
    Es ist aber zum Wohle der Menschen derzeit die „beste Medizin“, um nicht im Chaos enden zu müssen. – Also daheim bleiben, Stille zu halten und „folgsam“ sein!!!!
    Gesundheit erhaltende Grüße,
    Luis

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